„eGovernment“-Fachtagung bringt den Wandel nicht nur nach Königswinter

Der Veränderungsprozess in der öffentlichen Verwaltung – hin zum kundenorientierten und vernetzten Dienstleister für Bürger und Wirtschaft – beschäftigte mehr als 50 Teilnehmer auf der zweiten Fachbeirats-Tagung, die am 14.09.2011 im Haus Schlesien in Königswinter stattfand.

Eine straffe Agenda berücksichtigte zahlreiche Wünsche der Fachbeirats-Mitglieder zu dem Thema „eGovernment“. Dank der verschiedenen Referenten entstand ein intensiver Informationsaustausch zu den diversen Trends und Facetten rund um dieses Thema. Das Ergebnis war eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis.

Zum Auftakt ging es um die zurzeit stark diskutierten papierlosen und sicheren Kommunikationsmöglichkeiten. Hr. Dr. Schiel, BearingPoint, beschrieb zunächst De-Mail aus der Sicht eines externen Beraters für das Bundesministerium des Inneren. Er skizzierte die dahinter stehende Grundidee und deren wesentlichen Merkmale. Ein Überblick zu Einsatzszenarien und Machbarkeitsstudien vervollständigten seinen Beitrag.
In Ergänzung hierzu stellte Hr. Schindler, Deutsche Post AG, den E-Postbrief aus Sicht eines zukünftigen De-Mail-Providers vor. Ein Schwerpunkt seiner Präsentation war das Anbindungskonzept für Behörden über Rechenzentren.

In seinem Vortrag zum integrierten eGovernment stellte Hr. Eisenblätter, Form Solutions, den Prozess der medienbruchfreien Antragsbearbeitung inkl. Postein- und -ausgang vor und bezog sich dabei jeweils auf die aktuellen eGovernment-Trends.

Als neue eGovernment-Anwendung präsentierte Hr. Sander, civitec, das Kommunale Strategiemanagement. Diese Lösung zur effizienten Steuerung und Kontrolle des Erfolgs einer kommunalen Verwaltung ermöglicht z.B. mittels eines Cockpits eine transparente und effektive Darstellung des Handelns sowie seiner Auswirkungen von Verwaltung und Politik. Zu vorher definierten Strategiefeldern werden Kennzahlen festgelegt. Ihre Erfüllung wird anhand eines Dashboards visualisiert.

Zum Abschluss stand das Thema “Shared Services”auf der Agenda. Zum einem gab Herr Müller, ciscoSystems GmbH, einen übergreifenden Abriss zu Definition, Nutzen und Anforderungen. Zum anderen zeigte Hr. Büscher, Beigeordneter der Gemeinde Much, eindrucksvoll, wie es zwei Gemeinden aus dem Verbandsgebiet gelungen ist, ihren Baubetriebshof erfolgreich zusammenzuführen.

Die zahlreichen Fragen und lebhaften Diskussionen, die auch noch während der Pausen in dem begrünten Innenhof weitergeführt worden sind, trugen dazu bei, dass der Tag von einer rundweg positiven Stimmung geprägt war. In Ergänzung dazu zeigten die zahlreichen Themenwünsche das Interesse an weiteren Fachtagungen des civitec auf.

Das Resümée: Eine gelungene Veranstaltung - Fortsetzung folgt!