Gesamtabschluss

Eine weitere große Herausforderung nach der NKF-Einführung

Mit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) zum 1. Januar 2005 haben die Kommunen in Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 2009 eine Eröffnungsbilanz aufzustellen und ihre Geschäftsvorfälle nach dem System der doppelten Buchführung zu erfassen. Ferner sieht das Gemeindehaushaltsrecht NRW vor, dass spätestens zum Stichtag 31. Dezember 2010 von jeder Kommune ein Gesamtabschluss aufzustellen ist, der - wie ein Konzernabschluss in der Privatwirtschaft - die verselbstständigten Aufgabenbereiche mit der Kernverwaltung zusammenfasst. Damit wird umfassend ein der tatsächlichen Vermögenslage und Aufgabenerledigung entsprechendes Bild über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Kommune abgegeben.

civitec bereitet sich, insbesondere in enger Abstimmung mit den Kämmereien, für die anstehenden Aufgaben schon seit längerem vor. In einem speziell für dieses Thema eingerichteten Arbeitskreis werden gemeinsam mit den Anwendern die erforderlichen Schritte (Projektfahrplan, Vorarbeiten, Checklisten, Softwareunterstützung, Implementierung, Umsetzung usw.) erarbeitet. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die praxisorientierte Vorgehensweise gelegt. Als fachliche Orientierung dient hier auch der Praxisleitfaden (Handlungsempfehlungen für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen) aus dem Modellprojekt des Landes.

Aus dem Projektfahrplan konnten bereits viele Punkte umgesetzt werden. Mit der bereits implementierten Konsolidierungssoftware konnte hier zwischenzeitlich ein Konzernabschluss für ein kommunales Unternehmen erfolgreich erstellt werden. Schon hier bestätigt sich, dass bei Folgekonsolidierungen wesentliche Arbeitserleichterungen durch eine spezielle Konsolidierungssoftware erreicht werden können.

Zurzeit befindet sich der Probegesamtabschluss mit der implementierten Konsolidierungssoftware für eine Kreisverwaltung, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Beteiligungen (Einzelgesellschaften und Teilkonzerne) zu berücksichtigen hat, in der Endphase. Anschließend wird mit einer weiteren Kommune aus dem Arbeitskreis ein Gesamtabschluss getestet.

Aufgrund der Doppelstrategie im Finanzwesen werden beide Verfahren (SAP und infoma) berücksichtigt.