Euro-Pressekonferenz - Einführung der neuen europäischen Währung EURO
Pressekonferenz am 20. November 1998, 11.00 Uhr, im Rathaus der Stadt Gummersbach, Fachausschußsitzungssaal, 1. Obergeschoß
Die Einführung der neuen europäischen Währung EURO ab dem 1.1.1999 stellt den Zweckverband Gemeinsame Kommunale atenverarbeitung Rhein-Sieg / Oberberg (GKD) als Dienstleister für die Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis und im Oberbergischen Kreis vor neue, große Herausforderungen.
Die Behördenleiter der 34 Kommunalverwaltungen (Mitglieder des Zweckverbandes GKD), die Abfallbeseitigungsgesellschaften (RSAG und ASTO) und die kommunalen Betriebe erwarten von ihrem Dienstleistungsunternehmen, daß die Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise ihre Kunden bezogen auf die Währungsumstellung, was die Unterstützung durch die Datenverarbeitung angeht, einen optimalen Service erhalten.
Bereits seit Anfang 1997, also lange vor der Entscheidung, welche Teilnehmerstaaten die "Konvergenzkriterien" erfüllen, wird die Währungsumstellung in der vom Zweckverband GKD bereitgestellten Software vorbereitet. Der Zweckverband GKD arbeitet hierbei eng sowohl mit den Euro-Beauftragten in den Mitgliedsverwaltungen wie auch auf überörtlicher Ebene mit großen Datenverarbeitungszentralen, Großstädten, Banken und Sparkassen informativ und arbeitsteilig zusammen. Besonders herauszuheben ist die Beteiligung des Oberbergischen Kreises als "Pilotkreis" am Euro-Projekt der Westdeutschen Kommunal Consult (WestKC) unter Mitwirkung der kommunalen Spitzenverbände (Landkreistag, Städtetag, Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen). Das datenverarbeitungstechnische Expertenwissen steuert der Zweckverband GKD bei. Die Ergebnisse fließen in die "Euro-Briefe" ein, die allen Kommunalverwaltungen landesweit für deren jeweiligen örtlichen Entscheidungen und Maßnahmen zur Verfügung stehen.
Viele Bürger und Betriebe werden ab Januar 1999 entsprechend ergänzte Bescheide mit "doppelter Preisauszeichnung", in Deutsche Mark und in EURO, vorfinden. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen haben die Wahl, ob sie die Verwendung der neuen Bescheide mit Doppelwährungsausweisung bereits ab Anfang 1999 beim Zweckverband GKD in Auftrag geben. Die Ausweisung der Beträge in EURO hat nämlich einen Haken: da erst am 31.12.1998, 13.00 Uhr, der endgültige Umrechnungsfaktor von der Deutschen Mark auf den EURO festgelegt wird, können die Bescheide erst Anfang Januar 1999, und nicht wie gewohnt überwiegend bereits im Dezember, gedruckt werden. Alle Bürger und Betriebe haben ab 1999 die Wahl, welche Währung sie im unbaren Zahlungsverkehr verwenden wollen. Es ist ihnen also freigestellt, in welcher Währung sie Ansprüche geltend machen und kommunale Forderungen begleichen wollen.
Wie die neuen Bescheide genau aussehen werden und welche Unterstützung die Kommunen durch ihren Zweckverband Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitung in der Doppelwährungsphase erhalten, erläuterten in der Pressekonferenz:
- der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes GKD, Oberkreisdirektor Frithjof Kühn,
- der Vorsitzende der Zweckverbandsversammlung, der Bürgermeister der Stadt Wiehl, Werner Becker-Blonigen,
- der Kämmerer und Euro-Beauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Karl-Hans Ganseuer,
- der Kämmerer und Euro-Beauftragte des Oberbergischen Kreises, Werner Krüger,
- der Geschäftsführer des Zweckverbandes GKD, Alfred Meinerzhagen,
- der Leiter der Abteilung für die Entwicklung von DV-Verfahren für die allgemeine Verwaltung, Harald Sander.